Die Ausbildung zum Programmierer

Der Beruf des Programmierers ist vielseitig, aber in der Hauptsache erstellt er nach genauen und ausführlichen Vorgaben Programme und Anwendungen für den Computer oder EDV-Anlagen. Der Programmiervorgang wird mit einer bestimmten Programmiersprache und einem Compiler durchgeführt. Als Compiler wird von den Fachkräften ein Anwenderprogramm bezeichnet, das dafür verwendet wird, die Programmiersprache in eine maschinenlesbare Sprache zu übersetzen. Unterstützt werden sie dabei lediglich von verschiedenen Handbüchern, Tabellen und Formelsammlungen. Wer den Beruf des Programmierers erlernen möchte, sollte schon ein umfangreiches Vorwissen besitzen. Dazu gehören zum Beispiel Kenntnisse der englischen Sprache.

Aufgaben des Programmierers

Der Beruf des Programmierers ist wie kaum ein anderer international angelegt. Häufig sind sogar die benötigten Arbeitsmaterialien in Englisch verfasst. Neben der Entwicklung von Programmen und Anwendungen hat der Programmierer aber auch die Aufgabe Testläufe von neuen Programmen durchzuführen. Ziel dieser Testläufe ist es, Fehler zu entdecken, einzugrenzen und natürlich zu beheben. Erst wenn der Testlauf fehlerfrei abgeschlossen wurde, wird vom Programmierer eine Arbeitsanleitung oder detaillierte Programmbeschreibung erstellt, nach der auch andere Anwender oder Programmierer mit dem Programm arbeiten können. Nicht immer hat es der Programmierer mit neuen, selbst entwickelten Programmen zu tun. Sehr häufig muss er auch in bereits eingeführten Softwareprodukten nach Fehlern suchen oder sie an veränderte Hardwarevoraussetzungen anzupassen. Der Beruf des Programmierers hat viele Seiten. Er erstreckt sich über Informations- und Telekommunikationstechnologien, kaufmännische Anwendungen technische und mathematisch-wissenschaftliche Bereiche bis hin zum Bereich der Multimedia Anwendungen.

Voraussetzungen für den Beruf des Programmierers

Der Beruf des Programmierers muss nicht unbedingt auf dem ersten Bildungsweg erworben werden. Viel häufiger wird dazu der zweite Bildungsweg gewählt. Relativ einfach wird das für alle, die die Voraussetzungen erfüllen, weil bei diesem Beruf keine bestimmte Schulbildung vorausgesetzt wird. Allerdings legen die verschiedenen Bildungseinrichtungen fest, wer bei ihnen zu einer Ausbildung zugelassen wird. Meistens ist es der mittlere Bildungsabschluss, aber manchmal fordern sie auch Hoch- oder Fachschulreife. Andere Bildungseinrichtungen wieder verlangen wenigstens eine Berufsausbildung in einem relevanten Beruf und die dazugehörige Berufserfahrung. Die Anforderungen an Bewerber für den Beruf des Programmierers sind mindestens genau so vielseitig wie der Beruf selber.

Software für Kunden entwickeln

Wer den Beruf des Programmierers erlernt hat, sollte in der Lage sein, Software und Anwendungen nach den Wünschen der Kunden zu erstellen. Dabei sollte es für den Fachmann keine Rolle spielen, ob der Kunde eine Anwendung für ein technisches, wissenschaftliches oder multimediales System haben möchte. Die Vorgehensweise ist immer die Gleiche. Zuerst muss die vorhandene Technik analysiert und überprüft werden. Erst dann kann nach den entsprechenden Lösungen gesucht werden. Gute Programmierer beraten dabei gemeinsam mit ihren Kunden, wie die neue Software oder Anwendung aussehen soll, und gehen dabei auf Kundenwünsche ein. Wichtig ist dabei neben der Funktionalität der Programme auch die Bedienbarkeit durch den Kunden. Die Vorschläge und Wünsche des Kunden werden dann später im Büro des IT-Unternehmens umgesetzt. Dabei muss der Programmierer in der Lage sein, die verschiedensten Programmiersprachen einzusetzen. Da es auf diesem Gebiet ständig Neuerungen und Erweiterungen gibt, reicht es nicht, den Beruf des Programmierers zu erlernen, sondern es bedarf der ständigen Weiterbildung auf diesem Gebiet.

Image: Kaarsten – Fotolia

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