Die Sprache des Computers
Einen Computer bedienen können inzwischen schon die meisten Anwender. Das lernen schon die Kleinsten inzwischen recht schnell und gut. Ganz anders sieht es aus, wenn es um Programmiersprachen geht. Da winken die meisten nur noch ab, weil es einfach nach einem heillosen Durcheinander aussieht, wenn man sich damit nicht auskennt. Dabei würde ohne Programmiersprachen kein Computer funktionieren können. Zum Glück gibt es aber den Beruf des Programmierers. Programmierer haben von Grund auf gelernt, wie man dem Computer sagt, was er zu tun und zu lassen hat. Trotzdem solle aber auch jeder, der mit seinem Computer arbeitet auch ein paar der Grundbegriffe kennen, um zu wissen, wovon die Rede ist.
Begriffe leicht erklärt
Wenn es um Programmiersprachen geht, fallen immer wieder ein paar Fachbegriffe, die auch Laien verstehen sollten. Die Programmiersprachen sind keine gesprochenen Sprachen, sondern es sind formale Sprachen. Unter einer formalen Sprache versteht man eine Sprache, bei der die Texte ganz genau definiert werden. Eine andere Bezeichnung für diese Texte ist syntaktische Einheit. Bei der syntaktischen Einheit handelt es sich auf jeden Fall um Texte, die genau festgelegt sind und nicht verändert werden dürfen. Genau das ist auch der Unterschied zu einer gesprochenen Sprache. Genau, wie in der Mathematik hat bei den Programmiersprachen jedes einzelne Zeichen, eine ganz bestimmte, unveränderliche Bedeutung und wird auch als Menge bezeichnet. Diese Menge wird durch ein Artefakt angegeben, das unveränderlich ist. Um dieses Artefakt handelt es sich, wenn in fachlichen Texten von einer Syntaxspezifikation die Rede ist. Eine weitere Besonderheit der Programmiersprachen ist die Tatsache, dass für alle Texte die Bedeutung in der gleichen Art für einen gewollten Anwendungsbereich genau angegeben werden muss. In Fachbüchern wird dieser Zusammenhang als Semantikspezifikation bezeichnet. Andere Begriffe, die in den Programmiersprachen wichtig sind, sind Artefakt, Verfügung und Ausführer. Das Artefakt ist die materielle Darstellung. Sie bezeichnet die Ausfertigung einer Erklärung auf einem gewählten Speichermedium. Das Speichermedium kann unter anderem eine Datei oder auch eine Urkunde sein. Sehr wichtig im Rahmen der Programmiersprachen sind auch die Verfügungen. Bei der Verfügung handelt es sich auch tatsächlich um eine Willenserklärung. Allerdings geht es hier darum, Einschränkungen festzulegen, die für zukünftige Aufgaben eingehalten werden sollen. Wenn vom Ausführer oder dem Interpretierer die Rede ist, handelt es sich nicht etwa um einen Menschen, der die Aufträge andere ausführt, sondern im Rahmen der Programmiersprachen ist es das System, das sicherstellt, dass die Anweisungen auch verwirklicht werden. Der Ausführer soll sicherstellen, dass die Zusammenhänge auch wirklich so dargestellt werden, wie sie nach dem Willen der Programmierer oder der Verfügung auch wirklich dargestellt werden sollen.
Arbeiten mit der Programmiersprache
Natürlich kann man von den Programmiersprachen nicht erwarten, dass sie alle Möglichkeiten und Varianten in einem Programm abdecken. Vielmehr werden durch die Programmiersprachen die Gerüste festgelegt. Innerhalb dieser konkreten Rahmenbedingungen hat der Anwender immer noch einen gewissen Spielraum, in dem er sich bewegen kann. In diesem Spielraum kann der vorhandene Rahmen angepasst und auch teilweise verändert werden. Ein Teil der Programmiersprache ist die Verfügung. Die Verfügung sorgt dafür, dass das Ergebnis sich in genau dem vorgeschriebenen Rahmen bewegt.
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